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Bekanntmachung der Erhebungen der Bundesregierung bezüglich des Anteils der in Mehrweggetränkeverpackungen sowie in ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllten Getränke in den Jahren 2004 bis 2014 nach § 1 Absatz 2 Satz 2 der Verpackungsverordnung

Zurück zur Teilliste Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Bekanntmachung der Erhebungen der Bundesregierung
bezüglich des Anteils der in Mehrweggetränkeverpackungen
sowie in ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllten Getränke
in den Jahren 2004 bis 2014 nach § 1 Absatz 2 Satz 2 der Verpackungsverordnung



Vom 17. August 2016



Fundstelle: BAnz AT 31.08.2016 B4





1.
Einführung


Die Verpackungsverordnung vom 21. August 1998 (BGBl. I S. 2379), die zuletzt durch Artikel 1 der Siebten Verordnung zur Änderung der Verpackungsverordnung vom 17. Juli 2014 (BGBl. I S. 1061) geändert worden ist, verfolgt unter anderem das Ziel, den Anteil der in Mehrweggetränkeverpackungen sowie in ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllten Getränke zu stärken. Die Bundesregierung ist verpflichtet, die notwendigen Erhebungen über die entsprechenden Anteile durchzuführen und deren Ergebnisse im Bundesanzeiger bekannt zu geben.


2.
Erläuterungen zur Systematik


Die Erhebung der Anteile der in Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllten Getränke erfasst die folgenden, nach § 9 Absatz 2 der Verpackungsverordnung (VerpackV) pfandpflichtigen Getränkesorten:


Bier (einschließlich alkoholfreies Bier) und Biermischgetränke,


Mineral-, Quell-, Tafel- und Heilwässer, und alle übrigen trinkbaren Wässer,


Erfrischungsgetränke mit oder ohne Kohlensäure im Sinne von § 9 Absatz 2 Nummer 3 VerpackV,


alkoholhaltige Mischgetränke im Sinne von § 9 Absatz 2 Nummer 4 VerpackV.


Dabei sind derzeit folgende Einweggetränkeverpackungen nach § 3 Absatz 4 VerpackV als ökologisch vorteilhaft anerkannt:


Getränkekartonverpackungen (Block-, Giebel-, Zylinderpackung),


Getränke-Polyethylen-Schlauchbeutel-Verpackungen,


Folien-Standbodenbeutel.


3.
Ergebnisse


Für die Jahre 2004 bis 2014 ergaben sich auf der Basis von Erhebungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH (Mainz) die in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Verbrauchsanteile von in Mehrweggetränkeverpackungen sowie in ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllten Getränken.


Der Hauptanteil der ökologisch vorteilhaften Getränkeverpackungen wird durch Mehrwegverpackungen (2014: 45,1 Prozent der abgefüllten Getränke) gestellt. Ökologisch vorteilhafte Einwegverpackungen nehmen 2014 einen Anteil von 1 Prozent der abgefüllten Getränke ein.


Insgesamt hat sich der Anteil der in Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen abgefüllten Getränke auch nach der Einführung der Pfandpflicht im Jahr 2003 verringert. Er lag im Jahr 2014 bei 46,1 Prozent. Im Getränkebereich Bier hat sich der Anteil der Mehrweggetränkeverpackungen seit dem Jahr 2004 auf hohem Niveau stabilisiert.


Anteile der
in Mehrweggetränkeverpackungen sowie in ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen
abgefüllten Getränke in den Jahren 2004 bis 2014 (in Prozent)



Getränkebereich

  2004  

  2005  

  2006  

  2007  

  2008  

  2009  

  2010  

  2011  

  2012  

  2013  

  2014  

Bier

87,8

88,6

87,1

85,2

87,2

88,5

88,2

87,5

86,2

85,9

83,6

Mineralwasser

68,2

61,4

53,0

47,3

45,4

43,8

43,3

41,9

40,7

40,8

40,8

Erfrischungsgetränke

63,0

55,0

49,3

42,8

38,3

37,4

34,6

32,4

31,1

29,5

29,7

Alkoholhaltige Mischgetränke

25,7

24,7

31,8

23,1

21,2

15,7

14,3

12,0

9,6

8,6

6,4

gewichteter Durchschnitt für alle vier Getränkebereiche

71,1

65,7

59,8

54,6

52,6

51,8

50,1

48,3

47,0

46,2

46,1

– 

davon Mehrweggetränkeverpackungen

66,3

61,3

55,6

51,2

49,5

49,2

48,0

46,7

45,7

45,1

45,1

davon ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen   

4,9

4,4

4,2

3,4

3,1

2,6

2,1

1,6

1,3

1,1

1





Bonn, den 17. August 2016



Für die Bundesregierung



Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit



Im Auftrag
Dr. Helge Wendenburg