Logo jurisLogo Bundesregierung

BMVBW-EW15-0001-A002.htm

Zum Hauptdokument : Richtlinie für die Förderung von Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes



Anhang 2



Maßstäbe zur Ermittlung des Nutzens aktiver Maßnahmen im Rahmen der Lärmsanierung



Entsprechend § 2 Abs. 2 der Förderrichtlinie ist bei der Betrachtung von Nutzen Kosten-Gesichtspunkten für die Gestaltung der Maßnahmen oder des Maßnahmenbündels die zusätzliche Schutzwirkung aktiver Maßnahmen zu berücksichtigen.



Die Schutzwirkung aktiver Schallschutzmaßnahmen auf die Umgebung von Eisenbahnstrecken kann als umfassend berücksichtigt angesehen werden, wenn je Dezibel Lärmminderung durch aktive Maßnahmen ein Nutzen von 50 € je Einwohner und Jahr angesetzt wird.



Die Höhe des Wertansatzes berücksichtigt bereits positive Effekte jenseits der Grenzwert-Linie (Isophone). Deshalb ist der Wertansatz nur für Immissionsorte auszuwerten, die ohne die jeweilige aktive Maßnahme Grenzwertüberschreitungen nach Anhang 1 aufweisen.



Die Auswahl und die Gestaltung aktiver Lärmschutzmaßnahmen soll dabei unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse so erfolgen, dass der für 25 Jahre ermittelte Nutzen die Höhe der Zuwendungen für die jeweilige aktive Maßnahme übersteigt.



Die Anzahl der von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Einwohner (E) ermittelt sich aus der Zahl der betroffenen Wohneinheiten (WE) multipliziert mit der mittleren Anzahl Einwohner je Wohneinheit (= 2,1 Einw./WE).



Das Nutzen-Kosten-Verhältnis NKV ermittelt sich entsprechend zu



NKV

=

NU x dL x E x t

K



Dabei ist



NU

=

50 € der Nutzen je dB(A) Pegelminderung, Einwohner und Jahr;

DL

=

die mittlere Pegelminderung in dB(A) aus dem schalltechnischem Gutachten;

E

=

die Anzahl der von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Einwohner (= WE x 2,1)

T

=

25 Jahre, die anzusetzende Nutzungsdauer;

K

=

die Höhe der für die Maßnahme erforderlichen Zuwendungen in Euro.



(VkBl. 2005 S. 176)