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BMVBS-LS11-20040902-KF03-A001.htm

Zum Hauptdokument : Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen



Anhang 1

Spezifikation Hindernisfeuer und Hindernisfeuer ES





Hindernisfeuer und Hindernisfeuer Erweiterte Spezifikation („ES“) sind Rundstrahlfeuer mit einem horizontalen Abstrahlwinkel von 360° oder Teilfeuer mit einem horizontalen Abstrahlwinkel von < 360°. Die Lichtfarbe muss den Anforderungen des Anhangs 14 Band I Anlage 1 Nummer 2.1 des Chicagoer Abkommens Farben für Luftfahrtbodenfeuer entsprechen.



Die Lichtstärke muss bezogen auf die Horizontale in einem vertikalen Winkelbereich von +10° (Abstrahlung nach oben) bis –2° (Abstrahlung nach unten) und für jede horizontale Richtung (0° < Φ < 360°) mindestens 10 cd betragen.



Die freie Sicht auf das Leuchtmittel muss in einem vertikalen Winkelbereich von –5° bis 50° für alle horizontalen Richtungen gegeben sein.



Zusatzbedingung für Teilfeuer:



Zur Kennzeichnung einer Ebene mit Teilfeuer muss die Anzahl der anzubringenden Feuer so gewählt werden, dass die Forderungen nach Nummer 9.2 erfüllt bleiben.



Beispiel:



Eine Windenergieanlage, als schlankes Hindernis, muss mit mindestens vier Teilfeuern mit einem horizontalen Abstrahlwinkel von > 180° befeuert werden, da aus jeder Richtung zwei Feuer mit einer Mindestlichtstärke von 10 cd gesehen werden müssen. Bei Verwendung von Teilfeuern mit einem horizontalen Abstrahlwinkel < 180° ist die Anzahl entsprechend anzupassen.





Abbildung 1



Abbildung1: Mindestanforderungen Hindernisfeuer und Hindernisfeuer ES





Abbildung 2



Hindernisfeuer



Abbildung 2: Hindernisfeuer



Lichtstärke:



Die Lichtstärke muss für alle Winkel Φ über der schraffierten Fläche liegen.





Abbildung 3



Hindernisfeuer ES



Abbildung 3: Hindernisfeuer ES



Die Mindestlichtstärke muss bezogen auf die Horizontale in einem vertikalen Winkelbereich von –2° (Abstrahlung nach unten) bis +10° (Abstrahlung nach oben) und für jede horizontale Richtung (0° < Φ < 360°) 10 cd betragen.



Die maximale Lichtstärke bezogen auf die Horizontale darf in einem vertikalen Winkelbereich von –5° (Abstrahlung nach unten) bis +20° (Abstrahlung nach oben) und für jede horizontale Richtung (0° < Φ < 360°) 25 cd nicht überschreiten. In den sich anschließenden Winkelbereichen von –5° bis –15° beziehungsweise +20° bis +30° folgt eine lineare Reduzierung der zulässigen Lichtstärke für jede horizontale Richtung (0° < Φ < 360°) auf 3 cd. Für größere Winkelbereiche ist eine Restlichtstärke von 3 cd zulässig.