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BMI-DII4-0003A-A002.htm

Zum Hauptdokument : Erlass über die Erfassung und Auswertung des Unfallgeschehens der Beamten/innen und Richter/innen im Bund



Erläuterungen zur Unfallanzeige Beamte



I. Allgemeines



Die Angaben in der Unfallanzeige Beamte werden ausschließlich für Präventionszwecke benötigt. Die freien Felder (4, 6, 9, 11, 12 usw.) sind für die Prävention nicht relevant. Weitergehende Anzeigepflichten insbesondere nach dienstrechtlichen Vorschriften bleiben unberührt.





Wer hat die Unfallanzeige zu erstatten?

Die Dienststelle erstattet die Unfallanzeige.

Wann ist eine Unfallanzeige zu erstatten?

Die Anzeige ist zu erstatten, wenn ein Unfall in der Dienststelle, bei einer Dienstreise oder dienstlichen Veranstaltung oder auf dem Weg nach oder von dem Ort der Tätigkeit (z. B. auf dem Weg zwischen Wohnung und Dienststelle = Wegeunfall) eine Dienstunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder den Tod der Beamtin/ des Beamten zur Folge hat.


(Meldepflicht siehe umseitige Tabelle).

In welcher Anzahl ist die Unfallanzeige zu erstellen?

1 Exemplar für die Abteilung Prävention der Unfallkasse des Bundes

Ferner erhalten

1 Exemplar die Dienststelle


1 Exemplar der Personalrat/ Betriebsrat

weiterhin

1 Exemplar kann die Beamtin/ der Beamte erhalten

Innerhalb welcher Frist ist die Unfallanzeige zu erstatten?

Die Dienststelle erstattet die Anzeige binnen drei Tagen, nachdem sie von dem Unfall Kenntnis erhalten hat.

Was ist bei schweren Unfällen, Massenunfällen und Todesfällen zu beachten?

Tödliche Unfälle, besonders schwere Unfälle und Unfälle mit mehreren Personen sind unverzüglich der Abteilung Prävention der Unfallkasse des Bundes fernmündlich bzw. per Telefax zu melden (Telefonnummer ...).



II. Erläuterungen zu einzelnen Fragen in der Unfallanzeige



2 Anzugeben ist die von der Unfallkasse des Bundes zugeteilte Betriebsnummer.

4 Für die Prävention erscheinen diese Angaben aus Gründen des Datenschutzes nicht.

5 Für die Prävention erscheint nur das Geburtsjahr.

6 Für die Prävention erscheinen diese Angaben aus Gründen des Datenschutzes nicht.

17 Hier sind ausführliche Angaben erforderlich:

* Anzugeben ist der Betriebsteil / Arbeitsbereich, in dem sich der Unfall ereignete (z.B. Büro, Labor, Abfertigungsanlage, Druckerei, Werkstatt, Betriebshof, Schleuse, Maschinenraum, Besprechungsraum)

* Schilderung der Tätigkeit, die die Beamtin / der Beamte zur Zeit des Unfalles ausübte (z.B. Transport von Arbeitsmitteln, Schneiden von Druckvorlagen, Aufbau einer Mikrofonanlage, Kontrolle der Maschine, Personenkontrolle)

* Schilderung des Unfallhergangs

Es ist wichtig, welche Abweichungen vom üblichen Arbeitsablauf zum Unfall führten (z.B. ... beugte sich zu weit zur Seite, verlor das Gleichgewicht und stürzte von der Leiter, schlug gegen die geöffnete Schublade, klemmte sich die Finger in der Tür, rutsche auf dem Boden auf Öl aus, stolperte an der Treppenstufe)

Zudem sind möglichst genaue Angaben zu machen

* zum unfallauslösenden Gegenstand (z.B. Maschine, Werkzeug, Treppe, Leiter, Fußboden)

* zu den Arbeitsbedingungen (z.B. Hitze, Kälte, Lärm, Staub, Strahlung)

* zu Gefahrstoffen (z.B. Farben, Lacke, Lösemittel, Säuren, Reinigungsmittel)

Die Unfallschilderung kann auf der Rückseite oder einem Beiblatt fortgesetzt werden.

18

Beispiele: "Rechter Unterarm" oder "Linker Fuß und rechte Kopfseite", "Prellung", "Verstauchung", "Knochenbruch", "Verbrennung" usw.

19

Beispiele: "Prellung", "Verstauchung", "Knochenbruch", "Verbrennung" usw.

23 bitte ankreuzen: - Büro/Verwaltung - technischer Bereich - Forschung/Labor - Einsatztätigkeit (z.B.: BGS, Zoll, BKA);

24 gefragt ist nach dem Datum, seit dem die Beamtin / der Beamte die zu Ziffer 23 angegebene Tätigkeit ausübt.